Kunst und Kulturgut

Museen und Ausstellungshäuser stehen in der besonderen Verantwortung, die ihnen anvertrauten Kunst- und Sammlungsgegenstände bestmöglich gegen eine Vielzahl von Gefahren zu schützen. Um dieser besonderen Verantwortung gerecht zu werden, bedarf es eines systematischen Sicherheitsmanagements seitens der Museumsleitung, bei dem die notwendigen bauseitigen Schutzsysteme als auch die organisatorischen Sicherungsmaßnahmen klar definiert und dokumentiert sind. Ein solches Sicherheitsmanagement beginnt mit einer spezifischen Gefährdungsanalyse und entwickelt daraus Schutzkonzepte gegen identifizierte Gefahren.

Die VdS-Sicherungsrichtlinien für

können schon bei der Planung eines Objektes als Hilfestellung herangezogen werden und so dem Architekten ebenso wie dem für die Sicherheit Verantwortlichen im jeweiligen Ausstellungshaus als Hilfe dienen.

Jedes Museum, jede Kunstsammlung oder Bibliothek sollte auch über eine Planung verfügen, die aufzeigt, was vor, während und nach einem Schadeneintritt geschehen soll. Damit werden Panik, Ratlosigkeit und Chaos vermieden. Die individuellen Gegebenheiten jedes Kunst und Kulturgut beherbergenden Gebäudes bezüglich seiner Lage, Baulichkeit, Nutzung, Frequentierung und Art des Bestandes an Exponaten machen es erforderlich, Evakuierungs- und Rettungspläne für Kunst- und Kulturgut auf diese Gegebenheiten abzustimmen. Dabei müssen auch eventuell Besonderheiten bei Leihgaben beachtet werden.

Der VdS-Leitfaden

wendet sich an Museen, Bibliotheken, Archive, Kirchen und andere Kunst und Kulturgut beherbergende Einrichtungen, wie z.B. Speditionslager, Galerien, Kunstmessen.