Fremdfirmen

Arbeitsmaßnahmen durch Fremdfirmen können mit besonderen Brandgefahren für einen Betrieb verbunden sein, z.B. feuergefährliche Arbeiten oder Arbeiten in Bereichen mit erhöhtem Brandrisiko. Deshalb sind neben den zu beachtenden einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Richtlinien ggf. weitere schriftliche Verhaltensregeln (Sicherheitsanweisungen) erforderlich.

Wichtig ist, dass die Mitarbeiter von Fremdfirmen vor Aufnahme von Arbeiten über die betrieblichen Besonderheiten (z.B. Hinweise auf besondere Brand- und Explosionsgefahren) belehrt werden.

Eine schriftliche Sicherheitsanweisung für Arbeiten von Fremdfirmen im Betrieb sollte enthalten:

  • Allgemeine Hinweise
  • Art des Betriebes
  • Arbeitszeiten
  • Zutrittsformalitäten (Zutrittskontrollen, Besucherschein, Schlüsselverwaltung, Namensschilder etc.)
  • Spezielle Hinweise
  • Ort der Fremdarbeiten
  • Information zu Betriebsabläufen, speziellen Gefahrenpotenzialen und vorhandenen Brandschutzeinrichtungen vor Ort
  • Auflistung wichtiger Ansprechpartner (z.B. zuständiger Betriebsleiter, Bauleiter anderer Fremdfirmen, Brandschutzbeauftragter)
  • Arbeitszeiten der Fremdfirmen
  • Verhaltensmaßnahmen im Brandfall oder sonstige Besonderheiten
  • Sicherheitsvorschriften (z.B. der Berufsgenossenschaften, Versicherer)
  • Ergänzende betriebliche Regelungen wie Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, Rauchverbotszonen, Sicherheitsmaßnahmen bei Erdarbeiten
  • Hinweis auf Verbot alkoholischer Getränke
  • Hinweis auf Ordnung und Sauberkeit an der Arbeitsstelle

Fremdfirmen sollten bei der Auftragserteilung schriftlich verpflichtet werden, die Sicherheitsvorschriften des Betriebes, z.B. die Brandschutzordnung, einzuhalten. Sie sind verantwortlich, ihre Mitarbeiter über die im jeweiligen Betrieb notwendigen Brandschutzmaßnahmen zu unterweisen und haben für eine ordnungsgemäße Durchführung der Arbeit zu sorgen.

VdS-Richtlinien