Offenes Feuer und Rauchen

Rauchen gehört zu den häufigen Ursachen für Brand- und Explosionsschäden. Die Missachtung des Rauchverbotes bzw. dessen Duldung kann im Ernstfall nicht nur zivil- und strafrechtliche Folgen haben, sondern auch zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.

Rauchen sowie der Gebrauch von Feuer und offenem Licht ist in feuer- und explosionsgefährdeten Räumen und Bereichen verboten.

Als feuergefährdet gelten Räume und Bereiche, in denen leicht entzündliche Stoffe in gefahrdrohender Menge vorhanden sind, z.B. Produktions- und Lagerbereiche mit brennbaren Stoffen.

Als explosionsgefährdet gelten Räume und Bereiche, in denen sich Gase, Dämpfe oder Stäube, die mit Luftsauerstoff explosionsfähige Gemische bilden, in gefahrdrohender Menge ansammeln können, z.B. Läger mit brennbaren Gasen und Flüssigkeiten, Lackierereien, Räume mit brennbaren Stäuben.

Auf das Rauchverbot ist durch entsprechende Kennzeichnung deutlich und dauerhaft aufmerksam zu machen. Auf das Rauchverbot ist bereits an den Zugängen zur Verbotszone hinzuweisen. Außerhalb der Rauchverbotszone sind geeignete Aschenbecher bereitzustellen. Papierkörbe und Abfallbehälter dürfen nicht als Aschenbecher benutzt werden. Aschenbecher dürfen nicht in Papierkörbe entleert werden.

Um heimliches Rauchen in Rauchverbotszonen zu verhindern, hat sich in der Praxis die Einrichtung von Raucherzonen bewährt. Diese sind von den Rauchverbotszonen räumlich oder baulich abzugrenzen und deutlich zu kennzeichnen.

Raucherzonen sind von brennbaren Materialien freizuhalten. Standfeste Aschenbecher aus nichtbrennbarem Material sind in ausreichender Anzahl aufzustellen.

In explosionsgefährdeten Räumen und Bereichen dürfen keine Raucherzonen eingerichtet werden.

Die Durchsetzung des Rauchverbotes setzt eine entsprechende Unterweisung der Beschäftigten (Betriebspersonal und Fremdfirmen) voraus. Die diesbezügliche Belehrung sollte bereits im Zuge der Einstellung bzw. vor Arbeitsaufnahme erfolgen und ist mindestens jährlich zu wiederholen. Jede Unterweisung ist schriftlich zu dokumentieren.

VdS-Richtlinien