Raub

Europäische Erhebungen zeigen, dass Raub zu den Eigentumsdelikten mit den höchsten Zuwachsraten zählt. Diese Entwicklung verstärkt sich nach den Erfahrungen der Kriminalpolizei in Abhängigkeit zur Verbesserung der Sicherungen gegen Einbruchdiebstahl. Hinzu kommt der auf diesem Gebiet ausgeprägte Nachahmungseffekt, der nach geglückten Überfällen zu beobachten ist.

Die Gefahr der Beraubung besteht für nahezu alle Geschäfte und Betriebe, wenn Bargeld und/oder teure und leicht transportable Ware vorhanden ist; dies gilt insbesondere für Juweliere, Geldinstitute, Tankstellen, Spielhallen sowie Kauf- und Warenhäuser.

Während der Einbruch gewisse manuelle Fertigkeiten erfordert, setzt der Raubüberfall lediglich genügend Kaltblütigkeit voraus.

Täter begnügen sich häufig mit der Androhung von Gewalt; der Betroffene muss jedoch ständig damit rechnen, dass ein Täter von mitgebrachten Waffen Gebrauch macht und die Situation eskaliert.

Wie für alle Sicherungsmaßnahmen gilt auch hier: je höher das Risiko, desto größere Anforderungen sind an die Schadenverhütung zu stellen. Das gebietet der im Vordergrund stehende Personenschutz ebenso wie der Schutz von Sachwerten.

Zusammen mit der Polizei wurden Maßnahmen und Hinweise entwickelt, die das Risiko von Raubüberfällen verringern sollen.

Aus Tätersicht begünstigen z.B. folgende Faktoren die Ausführung eines Raubüberfalls: 

  • Räumlichkeiten, in denen Überfälle verübt werden, sind während der Öffnungszeit zugänglich und meist ungesichert.
  • Planung und Vorbereitung der Tat gestalten sich relativ problemlos.
  • Bei der Ausführung genügt häufig forsches Auftreten und Schnelligkeit.
  • Die Relation Risiko/Beute erscheint häufig besonders günstig. 

Risiken

Die Gefährdung von Geschäften und Betrieben wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren

beeinflusst. Für nahezu alle Geschäfte und Betriebe sind jedoch gleichermaßen die folgenden Vorgehensweisen zu nennen, wenn Täter versuchen, durch Raub an Bargeldbestände bzw. Sachwerte zu gelangen:

  • Überfälle während der Öffnungszeit (typischer Überfall)
  • Abfangen von Betriebsangehörigen beim Betreten oder Verlassen der Geschäftsräume (atypischer Überfall)
  • Raubüberfälle auf Transportwegen bei intern oder extern durchgeführten Geld- und Werttransporten
  • durch Betriebsangehörige